- Meinen Bruder bitten, das Geschenk für Mama zu besorgen
- Die Kollegin bitten, Kopierpapier zu bestellen
- Klären, wer zur Geburtstagsfeier kommt – und meine Schwester bitten, ein Lokal zu recherchieren
- Meinen Mann erinnern, dass er sich einen Zahnarzttermin ausmacht
- Meinen Mann bitten, das Bad zu putzen
- Den Sohn erinnern, die Turnsachen aus der Schule mitzubringen
Und jetzt ist die Arbeit aufgeteilt.
Jetzt kannst du dich auf deine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.
Oder?
Tatsache ist:
Dein Bruder ruft dich an, weil du besser weißt, was sich eure Mutter wünscht.
Die Kollegin fragt nach den Zugangsdaten für den Online-Shop.
Deine Schwester schickt dir sieben verschiedene Lokale zur Auswahl.
Dein Mann hat den Termin nicht vergessen – er hat Angst hinzugehen.
Er putzt das Bad, aber es wird nicht so sein, wie wenn du es machst.
Dein Sohn hat die Turnsachen wieder vergessen.
Du seufzt. Rollst kurz mit den Augen.
Und merkst, wie vertraut sich das anfühlt.
Am Ende:
- Besorgst du das Geschenk doch selbst.
- Bestellst das Kopierpapier am nächsten Tag.
- Wählst das Lokal aus und reservierst.
- Machst den Zahnarzttermin auf der Heimfahrt.
- Reinigst den Abfluss der Dusche und leerst den Mistkübel.
- Holst vor dem Einkaufen die Turnsachen.
Vielleicht, weil du nicht riskieren willst, dass es liegen bleibt.
Vielleicht, weil es sich sicherer anfühlt, wenn du es selbst in der Hand hast.
Vielleicht, weil du es gewohnt bist, dass es sonst nicht läuft.
Aber was würde geschehen, wenn du es einmal nicht auffängst?
Vielleicht geht es weniger um die Aufgaben.
Und mehr um das Gefühl, zuständig bleiben zu müssen.
Auch dann, wenn niemand es von dir verlangt.







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